Introduction
Mit der sehr geringen Größe von Nanoteilchen gehen weitere besondere Eigenschaften solcher Materialien einher, z.B. die große spezifische Oberfläche oder die Fähigkeit, zu tunneln (Tunneleffekt). Dadurch finden Nanomaterialien in vielen praktischen Anwendungen breite Verwendung, unter anderem in der Biopharmazeutik, Chemie, Metallurgie, Elektronik, im Maschinenbau, in der Bauindustrie sowie im Umweltschutz. Darüber hinaus beeinflussen diese Eigenschaften von Nanomaterialien – wie Partikelgröße, Partikelgrößenverteilung und Oberfläche – maßgeblich die Produktqualität.
1. Modifizierte Kunststoffe
Form, Größe und Partikelgrößenverteilung der Nanoteilchen beeinflussen die Eigenschaften modifizierter Kunststoffe, wie etwa die mechanische Festigkeit und die Flammschutzfähigkeit. Diese Eigenschaften können durch die Zugabe der von Nanomaterial gezielt verbessert werden.
2. Keramische Materialien
Viele wichtige Eigenschaften funktionaler keramischer Werkstoffe werden durch die Partikelgröße und -verteilung ihrer Edukte bestimmt. Der Einsatz verschiedenartiger Nanoteilchen kann dabei ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften signifikant im Sinne der Anwendung verbessern.
3. Oberflächenbeschichtungen
Die Teilchengröße der Nanopigmente in einer Oberflächenbeschichtung bestimmt deren Farbwirkung, während die Partikelgröße spezieller Nanomaterial-Zusätze entscheidend für die Festigkeit und Verschleißbeständigkeit des Schichtmaterials ist.
4. Katalysatoren
Die katalytische Aktivität des Katalysators wird teilweise durch die Partikelgröße, Partikelgrößenverteilung und Morphologie der Nanopartikel beeinflusst.
5. Arzneimittel
Beim Wirkstofftransport und der Freisetzung im Körper können Nanocarrier die Einschränkungen herkömmlicher Arzneiformen effektiv überwinden. Die Partikelgrößenverteilung und die Form der Nanopartikel bestimmen dabei, wie gut die Nanocarrier ihre Funktion erfüllen.




